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Coverfoto Breach

 Jakob Dylan

 B O B D Y L A N
THE
WALLFOWERS

Der junge Bob Dylan 

Coverfoto Bringing Down The Horse

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©  Norbert Baro
Last update
18.Februar 2002


Das Grummeln des Meisters
Christoph Dallach


Mit seiner Band The Wallflowers hat es Jakob Dylan zum Star im 
Musikgeschäft gebracht - angeblich ganz ohne die Hilfe seines berühmten 
Vaters.

An den Wänden seines Elternhauses in Los Angeles, wo er zusammen mit 
seinen Geschwistern aufwuchs, hingen weder gerahmte goldene Schallplatten 
noch teure historische Gitarren; es habe, so beteuert Jakob Dylan, weder Drogenpartys gegeben noch Besucher, die sich halbstark oder sonst wie 
auffällig benahmen: "Das Außergewöhnlichste an unserer Kindheit war,
 dass unsere Familienausflüge oft zu Rockkonzerten führten", sagt er. 

Dylan, 30, ist das jüngste der Kinder, die der legendäre Sänger und 
Songschreiber Bob Dylan, 59, mit dem ehemaligen "Playboy"- Bunny 
Sara Lowndes
in die Welt gesetzt hat. Und weil er in seinem bisherigen Leben
 ohne den Beistand eines Psychiaters zurechtkam, findet Jakob Dylan, "dass 
meine Eltern bei der Erziehung ihres
Nachwuchses ganz offensichtlich einen tadellosen Job gemacht haben". 

Der schlaksige, ansonsten durchaus selbstsichere Sohn des bis heute von vielen Fans abgöttisch verehrten Folk- und Rocksängers,  verzieht das Gesicht 
und spricht mit leiser, schüchterner Stimme, wenn er über seine Familie 
Auskunft gibt. Das hat zum einen damit zu tun, dass seine Eltern sich längst getrennt haben - und zum anderen damit, dass sich Jakob Dylan 
mittlerweile eine eigene Musikerkarriere aufgebaut hat. 

In seiner Band The Wallflowers  ( wörtlich: die Mauerblümchen ), die 
Anfang der neunziger Jahre zusammenfand, galt es lange als 
ungeschriebenes Gesetz, dass Jakob eben nur Jakob war. "Ich habe 
erst nach Monaten erfahren, wer sein Vater ist, und ich hielt das erst mal 
für einen Scherz", behauptet etwa der Wallflowers-Keyboarder 
Rami Jaffee. 



Diskografie

Bringing Down The Horse 1996
One Headlight 1997 (Single)
Breach 2000

Aber geschadet hat der prominente Name Jakobs Karriere wiederum 
auch nicht. Jedenfalls gelang den Wallflowers auch ohne großen Rummel 
um ihren prominenten Sänger und Gitarristen nach einem
 gefloppten Debüt 1996 ein Hit: Von ihrem Album
Bringing Down the Horse verkauften sie mehr als vier Millionen Exemplare, zweimal wurden sie mit einem Grammy - dem Oscar der amerikanischen Musikindustrie - ausgezeichnet. 

Insofern scheint sich Jakob Dylan nun, da das neue, dritte
Wallflowers - Album Breach ( Motor / Universal ) in den Läden steht, eine 
neue Lässigkeit im Umgang mit seinem Nachnamen verordnet zu haben: "Jahrelang hatte ich das Gefühl, als sei der Schriftzug ,Dylan' in großen Neonbuchstaben auf meiner Stirn angeknipst, sobald ich das Haus verlasse", berichtet er, "viele Journalisten sahen in mir nur eine gute Chance, etwas 
Privates über meinen Vater herauszukriegen." Die schlichte Wahrheit aber 
sei, "dass ich über meine Familie wirklich nichts zu erzählen habe, was irgendjemanden interessieren würde". 

Außer vielleicht, dass Bob Dylan seinen Kindern eintrichterte, sofort in alle Himmelsrichtungen auseinander zu stieben, sobald Daddy auf der Straße 
erkannt wurde - und das funktionierte offenbar so gut, dass es der Sohn, 
selbst mittlerweile Vater von drei Kindern, mit der eigenen Familie heute 
genauso hält. Dank der Flucht-Order sind so gut wie keine Fotos aus 
Jakob Dylans 
Privatleben im öffentlichen Umlauf. 

Die musikalischen Vorbilder des Wallflowers - Chefs scheinen 
Bruce Springsteen
, Tom Petty oder Van Morrison zu sein; und diese 
Verehrung ist dem ausgeruhten, harmonischen Rock 'n' Roll der 
Wallflowers
anzuhören. Schlaumeierische Kritiker bemäkeln schon mal,
dass den Songtexten der Band (anders als denen Bob Dylans) jede 
Neigung zu Protest und Aufruhr fehle - Dylan junior aber lässt solche 
Argumente nicht gelten: "Okay, es gab meinen Vater und die Sechziger, 
es gab die Siebziger, Punk-Rock und The Clash, aber das ist alles 
Geschichte, die Zeiten ändern sich, und ich habe beim besten Willen 
keine Ahnung, wogegen ich heutzutage rebellieren sollte." 

Coverfoto Breach   Coverfoto Bringing Down The Horse
Seine erste Gitarre habe er ausgerechnet nach einem Konzert von The Clash bekommen, das er mit seinem Vater besucht hatte, berichtet Jakob Dylan, "schauerliches Zeug" habe er damit in seinem Jugendzimmer zusammengeschrammelt. Er studierte ein paar Monate Kunst in New York und gründete dann The Wallflowers. Nebenbei aber musste er immer wieder
 Angebote ablehnen, sich als Filmschauspieler zu versuchen - schließlich 
sieht der Musiker blendend aus. 

Jakob Dylan jedoch widerstand allen Verlockungen zum schnellen Ruhm,
 tingelte mit seinen Bandkollegen eine Zeit lang durch kleine Clubs, bis sie schließlich einen ersten Vertrag mit der Musikindustrie unterschreiben 
durften. 

Sein Vater, ohnehin seit mehr als einem Jahrzehnt auf einer so genannten 
"Never Ending Tour" über die Konzertbühnen der Welt, ließ sich zu den musikalischen Unternehmungen der Wallflowers nur selten etwas entlocken. 
In der "New York Times" grummelte der eigensinnige Meister, er hoffe, dass seinem Sohn in diesem Geschäft das Herz nicht gebrochen werde. 

Bob Dylan musste sich nach Aussage des Juniors bis heute niemals 
einmischen: "Ich wusste selber nur zu genau, was mein Vater in diesem Job mitgemacht hat. Und ich glaube, ich habe daraus eine Menge gelernt." 


  Offizielle Homepage
von 
The Wallflowers


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