n.B.u
BIOGRAFIE
HIBBING

n.B.u
BIOGRAFIE
HIBBING


Ehepaar Hoikkala



B O B D Y L A N
BACKPAGES
LeRoy Hoikkala

THE 
GOLDEN CHORDS



Highschool 1958

START
NEUES 
NEUE SETEN
BIOGRAFIE

WERKE
SHOWS
DEUTSCHLAND

 

 Das Schlagzeug hat er schon lange verkauft.     

 LeRoy Hoikkala ist in Hibbing geblieben und hat dort Karriere gemacht. Als
 Mitglied von Bob Dylan ´s erster Band - The Golden Chords - steht er noch
 heute im Blickpunkt der Hibbing - Fan -Touristen,  wie hier in dem Artikel der
 Zeit vom17.Mai 2001 von Jörg Burger.  

 

FOTOS
BÜCHER
INTERVIEWS
VIDEOS
FILME
TRADE - SEITE
THEMEN


Karriere in der Stahlfabrick 

LeRoy Hoikkala, der Schlagzeuger  in Bobs Band, weiß noch, wie sie sich auf der Straße kennen lernten - auf einer dieser Straßen, die auch heute viel zu breit erscheinen, als fehle etwas Entscheidendes, Leben vielleicht oder Poesie. "Bob hing hier herum, wie ich. Wir gehörten zu den wenigen, die sich nicht für Sport interessierten, sonder für Motorräder und Rock ´n  Roll."

Es ist nicht schwer sich vorzustellen,wie Bob und LeRoy ausgesehen haben. "Wir waren dünne Burschen in schwarzen Lederjacken und schweren Stiefeln", sagt Hoikkala. Seine Haare glänzen auch heute noch speckig; im Nacken trägt er sie lang, obwohl er ihnen längst mit dem Kamm vom linken Ohr auf die nackte Schädeldecke helfen muss. 60 Jahre ist er alt, wie Bob. In der Garage der Zimmermanns lärmten sie damals drauflos, Bob am Klavier, LeRoy am Schlagzeug, ein Freund an der elektrischen Gitarre, "bis die Nachbarn verrückt wurden". Davon zu erzählen freut Hoikkala immer noch.

Er sitzt auf seiner silbergrauen Wohnzimmercouch und redet so nüchtern, als wolle er auf keinen Fall den Eindruck erwecken, er werde auch nur ein bisschen sentimental. Hoikkala ist den anderen, den ganz normalen Weg gegangen, den hier fast jeder einschlägt: 


 
Harley

Als Bob fast gestorben wäre

Motorbike 1957

Er hat in einer der Stahlfabriken gearbeitet, wo sie das Erz zu Pulver zermalmen und erhitzen, um ihm das Eisen zu entziehen.
sie das Erz zu Pulver zermalmen und erhitzen, um ihm das Eisen zu entziehen.

Leitender Angestellter war er dort, jetzt ist er pensioniert. In der Garage steht sein Pickup - Lastwagen, und der weiße Teppich vor der Couch ist so dick, dass man darin versinkt. Seine Frau hört schweigend zu. Ist das vielleicht ein schlechtes Leben? Bob hat bestimmt auch keinen dickeren Teppich. Eigentlich hatte sich Hoikkala vorgenommen, nie wieder


Motorradgeschichten

über ihn zu reden - zu viele Neugierige haben ihn bedrängt. Aber vielleicht muss er immer wieder tun, um sich zu vergewissern, dass er nicht wirklich etwas falsch gemacht hat. Das Schlagzeug hat er schon lange verkauft.
Ja, Bob sei ein Genie, sagt er, das habe er gespürt. Eine Riesenshow habe er
gemacht, sei wild herumgehüpft mit der Gitarre oder vor dem Klavier. Einmal traten die Golden Chords, so hieß die Band, im Auditorium der Oberschule auf - ein Riesensaal, gebaut in der Blütezeit der Stadt nach dem Vorbild des Capitol - Theaters in New York. Bob hämmerte auf dem alten Steinway - Flügel herum, manche sagen, er sei auf die Tasten gesprungen. Bis der Direktor
persönlich den Vorhang zog, um der Schande ein Ende zu bereiten. Der Auftritt ist Legende in Hibbing.

Eine Geschichte muss LeRoy Hoikkala noch erzählen, die kennt nur er allein. Es ist die der Motorradfahrt, bei der Bob fast gestorben ist. "Wir standen mit unseren Harleys am Bahnübergang, er konnte wieder mal nicht stillsitzen. Er war ja immer der nervöse Typ. Der Zug war kaum vorbei, da fuhr er los. Auf dem Gleis dahinter kam eine Lok aus der anderen Richtung. Sie hätte ihn fast erwischt " Bobs alter Freund guckt für einen Moment sehr ernst. Nie ist er dem Unerklärlichen näher gewesen. Irgendetwas an dieser Geschichte ist ihm unheimlich, so wie Bobs gewaltiges Talent